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Was kostet eine Tonne Holzpellets gerade, wohin läuft der Preis, und in welchem Monat kauft man am besten? Diese Seite beantwortet das mit den offiziellen Zahlen des Deutschen Pelletinstituts — jeden Monat neu, ohne Anmeldung und ohne Schätzwerte.

Pelletpreis September 2026
454,22 € je Tonne (424,50 € netto)
entspricht 9,08 ct/kWh · +35,6 % zum Vorjahresmonat
Abnahme 6 t, ENplus A1, eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km. Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI).

Wohin läuft der Preis gerade?

Tendenz: steigend
Über drei Monate +20,6 % (376,77 € → 454,22 €)
Gegenüber dem Vorjahresmonat +35,6 % (335,04 €)Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI). Preise für ENplus A1, eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km.

Die Preisentwicklung im Verlauf

Der DEPV erhebt den Preis monatlich bei Händlern in ganz Deutschland. Erfasst wird der Durchschnitt für eine Tonne ENplus A1, eingeblasen, Lieferung im Umkreis von 50 Kilometern, bei einer Abnahme von 6 Tonnen — also die typische Hausbestellung.

280300320340360380400420440460480Jan 25Apr 25Jul 25Okt 25Jan 26Apr 26Jul 26Sep 26454 €
Pelletpreis je Tonne (brutto, 7 % MwSt), Abnahme 6t, 21 Monate. Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI).
Günstigster Monat302,45 € (Jun 2025)
Teuerster Monat454,22 € (Sep 2026)
Mittelwert371,59 €
Spanne151,77 € (+50,2 %)
Beobachtungszeitraum21 Monate
Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI). Preise für ENplus A1, eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km.

Wann sind Pellets am günstigsten?

Der Pelletmarkt hat ein wiederkehrendes Muster: In der Heizsaison ziehen die Preise an, im Sommer geben sie nach. Wer nicht gerade mit leerem Lager dasteht, kauft also besser antizyklisch. Die folgende Tabelle mittelt jeden Kalendermonat über den gesamten erfassten Zeitraum.

Über 33 Monate gemittelt zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: am günstigsten im Jun, Okt, Jul, am teuersten im Feb, Mär, Sep. Der Abstand zwischen günstigstem und teuerstem Monat beträgt im Mittel +15,2 %.

MonatMittel netto je t
Jan307,80 €
Feb328,53 €
Mär326,62 €
Apr309,17 €
Mai292,55 €
Jun285,17 €
Jul288,88 €
Aug301,88 €
Sep315,98 €
Okt287,28 €
Nov297,59 €
Dez303,52 €
Mittelwerte je Kalendermonat über den gesamten Zeitraum, Abnahme 26t netto. Monate mit nur einem Jahr sind gekennzeichnet — sie sind kein Muster, sondern ein Einzelwert. Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI).

Regionale Unterschiede

Der DEPV weist drei Regionen getrennt aus. Die Unterschiede sind kleiner als oft vermutet, aber sie existieren — im Süden liegt der Preis meist etwas über dem Bundesschnitt, im Norden und Osten darunter. Grund sind vor allem Transportwege zu den Pelletwerken.

Regionnetto je tbrutto je t
Süd427,85 €457,80 €
Mitte421,56 €451,07 €
Nord/Ost425,46 €455,24 €
Abnahmemenge 6t, Stand September 2026. Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI).

Welche Regionen gehören wozu?

  • Nord/Ost: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein
  • Mitte: Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
  • Süd: Baden-Württemberg, Bayern

Warum sind Pellets 2026 so teuer geworden?

Das Deutsche Pelletinstitut nennt als Hauptgrund die geringere Verfügbarkeit von Sägespänen. Pellets werden überwiegend aus den Nebenprodukten der Sägeindustrie gepresst — läuft die Bauwirtschaft schwach, fällt weniger Restholz an, und der Rohstoff wird knapp. Dieser Zusammenhang erklärt auch, warum der Preis unabhängig von Öl und Gas steigen kann.

Für alle, die selbst pressen wollen, ist das die entscheidende Nachricht: Wer Späne zukaufen muss, trifft denselben angespannten Markt. Wer eigenes Material hat — aus der Werkstatt, der Schreinerei, dem Sägewerk um die Ecke — profitiert dagegen doppelt.

Was kostet eine Kilowattstunde aus Pellets?

Für den Vergleich mit Öl, Gas oder Strom rechnet man den Tonnenpreis auf Kilowattstunden um. Eine Tonne ENplus-A1-Pellets liefert rund 5.000 kWh, ein Kilogramm also etwa 5 kWh. Beim aktuellen Preis von 454,22 € je Tonne entspricht das 9,08 ct je Kilowattstunde.

Wie Pellets im Vergleich zu Heizöl, Erdgas, Scheitholz und Holzbriketts abschneiden, zeigt der Rechner. Der Pelletpreis ist mit dem aktuellen Monatswert vorbelegt, die übrigen Preise tragen Sie selbst ein.

Heizwert- und Kostenvergleich
Was kostet eine Kilowattstunde Wärme aus welchem Brennstoff?

Pelletpreis voreingestellt aus der aktuellen DEPI-Monatsstatistik, alle anderen Preise sind Beispielwerte: Tragen Sie Ihre eigenen ein. Heizwerte: Pellets 5 kWh/kg, Heizöl 10 kWh/l, Buche lufttrocken etwa 2.100 kWh je Raummeter, Holzbriketts etwa 5 kWh/kg. Verglichen werden Brennstoffkosten, ohne Wirkungsgrad, Wartung und Anschaffung.

Gilt für Pellets der ermäßigte Mehrwertsteuersatz?

Ja. Auf Holzpellets, Holzhackschnitzel und Brennholz gilt in Deutschland der ermäßigte Satz von 7 Prozent, nicht die regulären 19 Prozent. Der DEPV veröffentlicht seine Preise netto — für den Endpreis kommen also 7 Prozent obenauf. Alle Bruttowerte auf dieser Seite sind so gerechnet.

Ab welchem Preis lohnt sich die eigene Pelletpresse?

Das ist die Frage, wegen der die meisten hier landen. Sie lässt sich nicht pauschal beantworten — sie hängt fast vollständig daran, ob das Rohmaterial etwas kostet und wie man die eigene Arbeitszeit bewertet. Beide Fälle stehen hier nebeneinander:

Lohnt sich die eigene Presse?

Pellets kosten im September 2026 454,22 € je Tonne. Dagegen zu rechnen sind Strom, Verschleiß und — je nach Lage — das Rohmaterial.

PostenA: eigenes MaterialB: Späne zugekauft
Strom (50–75 kWh × 0,37 €)18,50 € – 27,75 €18,50 € – 27,75 €
Matrize und Koller13,00 € – 19,00 €13,00 € – 19,00 €
Rohmaterial0 €120,00 €
Kosten je Tonne31,50 € – 46,75 €151,50 € – 166,75 €
Ersparnis je Tonne407,47 € – 422,72 €287,47 € – 302,72 €
Gerät für 1.050,00 € bezahlt nach2,6 t3,7 t

Was diese Rechnung nicht enthält

  • Arbeitszeit: 17–25 Stunden je Tonne für Zerkleinern, Trocknen und Pressen. Wer die eigene Stunde mit 15 € ansetzt, landet bei 255–375 € je Tonne — dann ist der Zukauf günstiger.
  • Zerkleinerung: Material muss unter 6 mm liegen. Ohne Hammermühle oder Häcksler geht es nicht; das ist eine zweite Anschaffung.
  • Trocknung: über 15 % Restfeuchte zerfallen die Pellets. Frisches Holz muss erst lagern.
  • Späne werden knapp. Das DEPI nennt genau das als Grund für den Preisanstieg — wer zukaufen muss, trifft denselben Markt.
Ehrlich gesagt: Szenario A gilt für Werkstätten, Sägewerke und Betriebe mit eigenem Spananfall. Wer Material und Arbeitszeit einkaufen muss, spart nichts. Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI).

Mit eigenen Zahlen rechnen

Die Rechnung oben arbeitet mit Durchschnittswerten. Mit dem Rechner setzen Sie Ihre eigene Presse, Ihren Strompreis und Ihr Rohmaterial ein. Wie lange es dauert, bis sich Presse und Mühle bezahlt machen, zeigt danach der Amortisationsrechner.

Produktionskosten-Rechner
Was kostet eine Tonne selbst gepresster Pellets?

Standardwerte wie in der Rechnung weiter oben: 50 bis 75 kWh Strom und 13 bis 19 € Verschleiß je Tonne, 17 bis 25 Arbeitsstunden je Tonne. Stundensatz 0 bedeutet: Eigenleistung wird nicht bewertet. Rohmaterial 0 € gilt für eigene Späne.

Kurz zusammengefasst: Für Betriebe mit eigenem Spananfall rechnet sich eine Einstiegsmaschine sehr schnell. Für Privathaushalte, die Material zukaufen und ihre Zeit mitrechnen, ist der Zukauf fertiger Pellets in aller Regel günstiger. Wer trotzdem pressen will, tut das meist aus anderen Gründen: Unabhängigkeit, Verwertung von Abfall, der man sonst entsorgen müsste, oder schlicht weil das Material ohnehin da ist.

Was man beim Pressen zusätzlich braucht

Eine Pelletpresse allein genügt nicht. Das Material muss unter 6 Millimeter zerkleinert und auf unter 15 Prozent Restfeuchte getrocknet sein, sonst zerfallen die Pellets oder die Matrize setzt sich zu. In der Praxis heißt das: eine Hammermühle oder ein Häcksler vor der Presse, und ausreichend Lagerzeit zum Trocknen.

Wer schon eine Maschine hat, findet unter Pelletpresse für Holzpellets die passenden Modelle und die Verschleißteile dazu — Matrizen und Koller bestimmen den Durchsatz und sind die Posten, die im laufenden Betrieb wiederkehren.

Woher die Zahlen stammen

Alle Preisangaben auf dieser Seite stammen vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI) beziehungsweise dem Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Erhoben wird monatlich, der Erhebungszeitraum endet jeweils am 15. des Monats. Der DEPV stellt die Daten für redaktionelle Zwecke honorarfrei zur Verfügung; die Quellenangabe steht deshalb unter jeder Tabelle und jedem Diagramm.

Die Werte werden auf dieser Seite automatisch aktualisiert, sobald der DEPV neue Zahlen veröffentlicht — üblicherweise um den 16. jedes Monats. Ein manuelles Nachpflegen entfällt, veraltete Preise kann es hier also nicht geben.