Skip to main content

Pellets vs. Gasheizung 2026: Der ehrliche Kostenvergleich

Gas oder Pellets: Bei dieser Frage geht es selten nur um den Brennstoffpreis. Eine Pelletheizung kostet in der Anschaffung deutlich mehr, dafür ist die Kilowattstunde aus Holz meist günstiger und trägt keinen CO₂-Preis. Die Gasheizung ist billig im Einbau, hängt aber an einem Gaspreis, der politisch und am Weltmarkt schwankt. Dazu kommen seit Sommer 2026 zwei wichtige Änderungen: ein neues Heizungsgesetz und neue Förderbedingungen. Dieser Vergleich rechnet beides nachvollziehbar durch, mit dem aktuellen Pelletpreis und ohne Schönfärberei.

Das Wichtigste in Kürze
  • Pellets kosten laut Deutschem Pelletinstitut aktuell 454,22 € je Tonne, das sind rund 9,08 ct je Kilowattstunde (Stand September 2026).
  • Gas kostet Neukunden im Schnitt je nach Tarif und Region etwa 12 bis 13 Cent je kWh (Stand Herbst 2026), in der Grundversorgung oft deutlich mehr.
  • Eine Pelletheizung ist in der Anschaffung mehrere Tausend Euro teurer. Die staatliche Förderung gleicht einen großen Teil davon aus, eine neue Gasheizung wird nicht gefördert.
  • Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz: Die 65-Prozent-Regel ist weg, Gasheizungen dürfen wieder ohne diese Vorgabe eingebaut werden.
  • Der CO₂-Preis bleibt 2026 und 2027 bei 55 bis 65 € je Tonne, ab 2028 bildet er sich frei am Markt.
Heizwert- und Kostenvergleich
Was kostet eine Kilowattstunde Wärme aus welchem Brennstoff?

Pelletpreis voreingestellt aus der aktuellen DEPI-Monatsstatistik, alle anderen Preise sind Beispielwerte: Tragen Sie Ihre eigenen ein. Heizwerte: Pellets 5 kWh/kg, Heizöl 10 kWh/l, Buche lufttrocken etwa 2.100 kWh je Raummeter, Holzbriketts etwa 5 kWh/kg. Verglichen werden Brennstoffkosten, ohne Wirkungsgrad, Wartung und Anschaffung.

Brennstoffkosten: Was kostet eine Kilowattstunde Wärme?

Fair vergleichen lassen sich Brennstoffe nur über die Kilowattstunde. Gas wird ohnehin in kWh abgerechnet, bei Pellets rechnet man den Tonnenpreis um. Ein Kilogramm Pellets enthält rund 5 kWh Energie, eine Tonne also rund 5.000 kWh. Beim aktuellen Preis von 454,22 € je Tonne ergibt das 9,08 ct je Kilowattstunde. Veränderung zum Vorjahresmonat: +35,6 %.

Brennstoff Energiegehalt Preis je kWh Einordnung
Holzpellets (ENplus A1) rund 5 kWh je kg 9,08 ct DEPI-Monatswert September 2026, 6 Tonnen, eingeblasen
Erdgas, Neukundentarif wird in kWh abgerechnet etwa 12 bis 13 ct Durchschnitt der Vergleichsportale bei 20.000 kWh inklusive Grundpreis, Stand Herbst 2026
Erdgas, günstige Tarife wird in kWh abgerechnet ab etwa 8 ct nur einzelne Angebote, oft mit Bonus im ersten Jahr
Heizöl rund 10 kWh je Liter Literpreis geteilt durch 10 1 Liter Heizöl entspricht etwa 2 kg Pellets

Wichtig beim Lesen: Der Gaspreis der Portale enthält den Grundpreis, der Pelletpreis die Lieferung. Beide Werte sind also Endkundenpreise. Wer einen alten Gasvertrag oder die Grundversorgung hat, zahlt häufig mehr als den Durchschnitt, wer gerade einen günstigen Neukundentarif abgeschlossen hat, weniger. Tragen Sie deshalb im Rechner oben Ihren eigenen Gaspreis von der letzten Abrechnung ein.

Die Faustregel für den eigenen Vergleich

Bei 20.000 kWh Wärme im Jahr macht jeder Cent Unterschied je Kilowattstunde 200 € im Jahr aus. Liegt Ihr Gaspreis also 3 Cent über dem Pelletpreis je kWh, sparen Pellets rund 600 € Brennstoff im Jahr, bei 4 Cent rund 800 €.

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit 20.000 kWh

Ein älteres, teilweise saniertes Einfamilienhaus verbraucht bisher 20.000 kWh Gas im Jahr. Wie viele Pellets es stattdessen braucht, folgt direkt aus dem Heizwert:

  1. Pelletmenge20.000 kWh geteilt durch 5 kWh je kg ergibt 4.000 kg, also rund 4 Tonnen Pellets im Jahr. Die Umrechnung setzt einen ähnlichen Wirkungsgrad von Gas- und Pelletkessel voraus. Ein Gas-Brennwertgerät nutzt die Energie meist etwas besser aus, rechnen Sie im Zweifel mit einem kleinen Aufschlag.
  2. Kosten Pellets4 Tonnen mal 454,22 € je Tonne. Das ist der reine Brennstoff, ohne Wartung und Strom für die Förderschnecke.
  3. Kosten Gas20.000 kWh mal 12 bis 13 Cent ergibt etwa 2.400 bis 2.600 € im Jahr. Mit einem günstigen Tarif um 10 Cent wären es rund 2.000 €.
  4. DifferenzGaskosten minus Pelletkosten. Diese Ersparnis muss die höhere Anschaffung und die höheren Nebenkosten der Pelletheizung wieder hereinholen.

Wie viele Pellets Ihr Haus genau braucht, ermittelt der Pelletbedarf-Rechner aus Ihrem bisherigen Verbrauch, aus der Heizlast oder über Wohnfläche und Baujahr.

Gaspreis je kWh Gaskosten bei 20.000 kWh Pellets bei 4 Tonnen
10 ct 2.000 € 4 × 454,22 €
12 ct 2.400 € 4 × 454,22 €
14 ct 2.800 € 4 × 454,22 €

Die Tabelle zeigt, warum pauschale Aussagen wenig taugen: Ob Pellets beim Brennstoff viel oder wenig sparen, entscheidet vor allem Ihr Gastarif. Wer heute sehr günstig Gas bezieht, spart mit Pellets beim Brennstoff wenig. Wer in der Grundversorgung steckt, spart deutlich.

Der CO₂-Preis: Was er beim Gas ausmacht

Auf Erdgas und Heizöl wird seit 2021 ein nationaler CO₂-Preis erhoben. 2026 liegt er in einem Korridor von 55 bis 65 € je Tonne CO₂. Die Bundesregierung hat im August 2026 beschlossen, diesen Korridor auch 2027 beizubehalten. Hintergrund ist die Verschiebung des europäischen Emissionshandels für Gebäude und Verkehr (ETS2) von 2027 auf 2028. Ab 2028 wird der Preis nicht mehr staatlich festgelegt, sondern bildet sich am Markt. Wie hoch er dann liegt, kann heute niemand seriös sagen.

Die Größenordnung lässt sich trotzdem abschätzen. Erdgas setzt rund 0,2 kg CO₂ je Kilowattstunde frei. Bei 55 bis 65 € je Tonne sind das etwa 1,1 bis 1,3 Cent je kWh vor Mehrwertsteuer. Die Verbraucherzentrale beziffert den CO₂-Anteil für ein Haus mit 20.000 kWh Gasverbrauch 2026 auf rund 263 bis 311 € im Jahr.

Holzpellets tragen diesen Aufschlag nicht. Holz gilt als nachwachsender Brennstoff, bei der Verbrennung wird nur so viel CO₂ frei, wie der Baum beim Wachsen gebunden hat. Das macht Pellets unabhängig von der künftigen CO₂-Preisentwicklung, nicht aber von Holzmarkt und Nachfrage. Wie stark der Pelletpreis selbst schwankt, zeigt die Übersicht der Pelletpreise.

Ab 2028 wird es unsicherer

Mit dem Wechsel in den europäischen Emissionshandel entfällt der feste Preiskorridor. Für eine Gasheizung, die 20 Jahre laufen soll, ist der CO₂-Preis damit die größte Unbekannte. Rechnen Sie Ihre Entscheidung deshalb auch mit einem Gaspreis durch, der ein paar Cent über dem heutigen liegt.

Anschaffungskosten im Vergleich

Beim Einbau liegt die Gasheizung klar vorn. Ein Pelletkessel braucht zusätzlich ein Lager, ein Fördersystem und meist einen Pufferspeicher. Die folgenden Spannen stammen aus aktuellen Marktübersichten für Einfamilienhäuser. Ihr Angebot kann je nach Haus, Region und Aufwand deutlich abweichen.

Pelletkessel im Heizungskeller eines Einfamilienhauses mit Pufferspeicher
Ein Pelletkessel braucht mehr Platz als eine Gastherme: Kessel, Pufferspeicher und ein Lager für die Pellets.
Posten Gasheizung (Brennwert) Pelletheizung
Gerät und Einbau gesamt etwa 9.000 bis 15.500 € etwa 15.000 bis 35.000 €
Lager und Fördertechnik entfällt im Gesamtpreis enthalten, je nach Lösung ein großer Posten
Staatliche Förderung keine 30 bis 70 Prozent, für geringe Einkommen bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten
Platzbedarf Wandgerät, sehr gering Heizraum plus Lagerraum oder Silo

Für das Lager gilt: 4 Tonnen Pellets nehmen bei einer Schüttdichte von rund 650 kg je Kubikmeter gut 6 Kubikmeter ein. Dazu kommen Leerraum und Schrägböden. Welche Lösungen es gibt, vom Gewebesilo bis zum Erdtank, steht im Ratgeber Pellets richtig lagern.

Förderung 2026: Was es für Pellets gibt

Die Heizungsförderung läuft über die KfW (Programm 458, BEG Heizungsförderung für Privatpersonen). Grundlage ist die überarbeitete Förderrichtlinie, die seit dem 21. Juli 2026 gilt. Gefördert werden Biomasseheizungen wie Pelletkessel, außerdem Wärmepumpen, Solarthermie und Wärmenetzanschlüsse. Eine reine Gasheizung wird nicht gefördert.

Baustein Höhe Voraussetzung
Grundförderung 30 Prozent für alle Antragsberechtigten
Klimageschwindigkeitsbonus 16 Prozent, sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Punkte selbst genutztes Haus, Tausch einer funktionierenden Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder einer Gas- oder Biomasseheizung, die mindestens 20 Jahre alt ist
Einkommensbonus 40, 30 oder 10 Prozent selbst genutztes Haus, zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 30.000, 40.000 oder 50.000 €, mit Kind jeweils 10.000 € mehr
Obergrenze 70 Prozent, bei geringem Einkommen 80 Prozent förderfähige Kosten höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit, der Betrag sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 750 €

Ein Beispiel: Eine Pelletheizung kostet 30.000 €, anrechenbar sind höchstens 28.000 €. Die Grundförderung bringt 30 Prozent davon, also 8.400 €. Ersetzt die neue Heizung in einem selbst bewohnten Haus eine alte Ölheizung, kommen mit dem Klimageschwindigkeitsbonus 16 Prozent dazu, zusammen 46 Prozent oder 12.880 €. Mit einem Haushaltseinkommen unter 40.000 € kämen weitere 30 Prozent hinzu, gedeckelt ist die Förderung dann bei 70 Prozent, also 19.600 €.

Der frühere Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € für besonders staubarme Biomassekessel ist mit der Reform ersatzlos weggefallen. Für Biomasseheizungen gelten weiterhin technische Mindestanforderungen, unter anderem zu den Emissionen. Welche Bedingungen Ihr Kessel erfüllen muss, bestätigt der Fachbetrieb in der Bestätigung zum Antrag.

Reihenfolge beachten und Bedingungen prüfen

Der Antrag muss gestellt sein, bevor das Vorhaben beginnt. Erlaubt ist vorher nur ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung, die an die Zusage der KfW geknüpft ist. Förderbedingungen ändern sich erfahrungsgemäß oft und kurzfristig, der Klimageschwindigkeitsbonus und der Förderhöchstbetrag sinken bereits planmäßig. Maßgeblich ist immer das aktuelle Merkblatt der KfW zum Programm 458.

Das neue Heizungsgesetz: Was sich für Gas ändert

Das Gebäudeenergiegesetz ist Geschichte. An seine Stelle ist das Gebäudemodernisierungsgesetz getreten, die wesentlichen Regeln gelten seit dem 29. Juli 2026. Die wichtigste Änderung: Die Vorgabe, dass eine neue Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien laufen muss, ist entfallen. Eigentümer dürfen wieder frei wählen, auch Gas- und Ölheizungen sind ohne diese Einschränkung erlaubt.

Gas-Brennwertkessel an der Wand über einem Gaszähler im Hauswirtschaftsraum
Die Gastherme ist günstig in der Anschaffung, der CO₂-Preis macht jede Kilowattstunde aber Jahr für Jahr teurer.

Ganz ohne Auflagen bleibt es aber nicht. Ab 2029 soll Gas und Öl schrittweise ein verbindlicher Anteil an biogenen Brennstoffen beigemischt werden, die sogenannte Bio-Treppe. Bis 2045 sollen die Brennstoffe vollständig klimaneutral sein. Die genauen Quoten sind zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht festgelegt. Biogas und andere klimaneutrale Gase sind bisher teurer als Erdgas, wie stark sich das auf den Gaspreis auswirkt, ist offen.

Für die Pelletheizung ändert das neue Gesetz wenig: Sie war und ist als erneuerbare Heizung zulässig und förderfähig.

Laufende Nebenkosten und Aufwand

Der Brennstoff ist nicht alles. Eine Pelletheizung hat mehr Technik, die gewartet werden will, und sie macht mehr Arbeit als eine Gastherme.

Wartung

Beide Heizungen sollten jährlich gewartet werden. Beim Pelletkessel mit Brennraum, Fördertechnik und Wärmetauscher ist die Wartung aufwendiger und in der Regel teurer.

Schornsteinfeger

Feststofffeuerungen werden regelmäßig gemessen und gekehrt. Die Gebühren liegen meist über denen einer Gas-Brennwerttherme.

Asche und Lager

Die Asche muss je nach Kessel mehrmals im Jahr geleert werden. Einmal im Jahr wird bestellt, alle paar Jahre das Lager gereinigt.

Grundpreis entfällt

Beim Umstieg auf Pellets kann der Gasanschluss abgemeldet werden. Dann fällt der Grundpreis weg, den die Gaskosten in der Tabelle oben bereits enthalten.

Rechnen Sie diese Posten ehrlich in Ihre Differenz ein. Ein Teil der Brennstoffersparnis geht für Wartung und Schornsteinfeger wieder weg.

Pellets selbst pressen: Der Hebel beim Brennstoff

Wer eigenes Holz, Sägespäne oder Hobelspäne hat, kann den Brennstoffpreis zusätzlich drücken. Mit einer Pelletpresse und kostenlosem Rohmaterial bleiben vor allem Strom, Verschleiß von Matrize und Koller und die eigene Arbeitszeit. Wie viel eine selbst gepresste Tonne kostet, rechnet der Produktionskosten-Rechner aus, ob sich die Anschaffung der Presse zurückverdient, zeigt der Amortisationsrechner für die Pelletpresse.

Frisch gepresste Holzpellets aus einer Flachmatrizen-Pelletpresse
Wer eigenes Holz oder Späne hat, drückt die Brennstoffkosten mit einer eigenen Pelletpresse.

Für Betreiber einer Zentralheizung gibt es eine wichtige Einschränkung: Viele Kesselhersteller geben ihre Anlagen nur für zertifizierte Pellets nach ENplus A1 frei. Selbst gepresste Pellets erreichen diese Qualität nicht automatisch. Bevor Sie eigene Pellets verheizen, prüfen Sie die Anleitung Ihres Kessels. Für den Kostenvergleich mit Gas ist die eigene Presse deshalb eher ein Zusatzvorteil für Betriebe und Höfe mit Restholz als der Normalfall.

Vor- und Nachteile im Überblick

Pelletheizung
  • Brennstoff je kWh meist günstiger als Gas
  • kein CO₂-Preis auf den Brennstoff
  • hohe Förderung beim Heizungstausch
  • regionaler Brennstoff, Vorrat im eigenen Keller
  • eigene Pellets möglich, wenn der Kessel sie zulässt
Gasheizung
  • deutlich günstiger in der Anschaffung
  • kaum Platzbedarf, keine Asche, kein Lager
  • geringere Wartungs- und Schornsteinfegerkosten
  • dafür keine Förderung und ein Brennstoffpreis mit CO₂-Aufschlag
  • offene Fragen durch freien CO₂-Preis ab 2028 und Bio-Treppe ab 2029

Für wen sich was lohnt

Pellets rechnen sich am ehesten, wenn der Wärmebedarf hoch ist, Platz für ein Lager vorhanden ist und die Förderung mit Klimageschwindigkeitsbonus oder Einkommensbonus greift. Wer eine alte Öl- oder Gasheizung ersetzt und selbst im Haus wohnt, kommt schnell auf 46 Prozent Zuschuss oder mehr. Dann schrumpft der Mehrpreis gegenüber der Gasheizung stark, und die jährliche Brennstoffersparnis holt den Rest in überschaubarer Zeit herein.

Gas bleibt eine Option für kleine, gut gedämmte Häuser mit geringem Verbrauch, ohne Platz für ein Pelletlager und mit einem günstigen Gastarif. Hier ist die Ersparnis beim Brennstoff klein, und die höheren Nebenkosten der Pelletheizung fressen sie auf. Das Risiko liegt in der Zukunft: Ein Gaskessel läuft 15 bis 20 Jahre, und über diese Zeit sind CO₂-Preis und Beimischungspflicht die großen Unbekannten.

Am Ende entscheidet Ihre eigene Rechnung. Den Brennstoffvergleich liefert der Rechner oben, weitere Werkzeuge finden Sie in der Übersicht der Pellet-Rechner.

Häufige Fragen

Ist Heizen mit Pellets 2026 günstiger als mit Gas?

Beim Brennstoff meist ja. Pellets kosten aktuell 9,08 ct je Kilowattstunde, Gas für Neukunden im Schnitt etwa 12 bis 13 Cent. Ob sich der Umstieg insgesamt lohnt, hängt zusätzlich von Anschaffung, Förderung und Wartung ab.

Wie viele Pellets ersetzen 20.000 kWh Gas?

Rund 4 Tonnen. Ein Kilogramm Pellets enthält etwa 5 kWh, 20.000 kWh geteilt durch 5 ergibt 4.000 kg. Bei deutlich unterschiedlichem Wirkungsgrad der Kessel weicht der Wert etwas ab.

Wie viel Förderung gibt es für eine Pelletheizung?

Die KfW zahlt 30 Prozent Grundförderung. Mit Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind bis zu 70 Prozent möglich, bei geringem Einkommen bis zu 80 Prozent, bezogen auf höchstens 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit. Die Bedingungen können sich ändern, maßgeblich ist das aktuelle KfW-Merkblatt.

Darf ich 2026 noch eine Gasheizung einbauen?

Ja. Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz ist die 65-Prozent-Regel seit dem 29. Juli 2026 entfallen. Ab 2029 ist eine schrittweise Beimischung biogener Brennstoffe vorgesehen, deren genaue Höhe noch festgelegt wird.

Wie hoch ist der CO₂-Preis 2027?

Er soll wie 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 € je Tonne liegen. Ab 2028 startet der europäische Emissionshandel ETS2, dann bildet sich der Preis frei am Markt.

Kann ich selbst gepresste Pellets im Pelletkessel verheizen?

Nur, wenn der Hersteller es zulässt. Viele Kessel sind nur für Pellets nach ENplus A1 freigegeben. Maßgeblich ist die Anleitung Ihres Kessels.


Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *